Der Schlosspark Buch mit seinem wertvollen Baumbestand ist ein bedeutendes Gartendenkmal und ein wichtiges Naherholungsgebiet im Zentrum von Buch. Seine Hauptwege verbinden den S-Bahnhof mit dem Klinikum und bilden einen Teil des Panke-Radwegs. Seit 2016 ist der Park gleichzeitig Naturschutzgebiet.
Die historische Gestalt des Schlossparks wurde ab 2013 auf Grundlage eines Parkpflegewerks mit Stadtumbaumitteln (heute Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung) wiederhergestellt. Parallel erfolgten archäologische Grabungen, die die unterschiedlichen Zeitschichten der Gartengestaltung belegen.
In allen Bereichen wurde Aufwuchs gerodet; Bäume, die historische Sichtachsen verstellten, wurden entnommen und Trampelpfade beseitigt. Baumalleen, wie die Lindenallee am Eingang Alt-Buch und die vierreihige Kastanienallee, wurden vervollständigt oder neu angelegt. Sofern möglich, wurden Wege barrierefrei gestaltet, überwiegend mit wassergebundener Wegedecke.
2013 wurden der Eingang mit dem Portal an der Straße Alt-Buch sowie die Einfriedung und Parkwege an der Wiltbergstraße denkmalgerecht wiederhergestellt. 2017/18 erfolgte die denkmalgerechte Sanierung des sogenannten Schlossparterres und des Aussichtshügels. Von dem früheren Weinberg hat man nun einen guten Blick über den Park. Die Treppe zur Aussichtsplattform wurde erneuert.
2019 wurde der südliche Teil des Holländergartens unter Beachtung denkmalpflegerischer und naturschutzrechtlicher Aspekte wiederhergestellt. Mittel- und Westallee wurden mit Linden und Hainbuchen bepflanzt, die Treppenanlagen nach archäologischen Befunden erneuert. Die aus der Barockzeit stammende Begrenzungsmauer des nördlichen Holländischen Gartens wurde in Abschnitten sichtbar gemacht. 2020 folgte in gleicher Weise der nördliche Teil des Holländischen Gartens. An der mittig verlaufenden Lindenallee wurden zwei Sitzrondelle geschaffen.
Der landschaftlich geprägte und größte Bereich des Schlossparks wurde als letzter Bauabschnitt erneuert. Er reicht vom Eingang Wiltbergstraße bis zum nördlichen Ende der Mittelallee des Holländischen Gartens. Bäume und Gehölze wurden neu gepflanzt, darunter Hainbuchen, Stieleichen, Schwarzerlen und Eschen sowie Blühgehölze und Bodendecker. Der Aussichtshügel am Teich mit Blick zum ehemaligen Orangerieparterre wurde wieder sichtbar gemacht. Der Schlosspark erhielt außerdem ein Informationssystem zur Geschichte, das auch digital zugänglich ist.